Systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess, indem überprüft wird, inwieweit festgelegte Anforderungen aus Qualitätsmanagement, Arbeitsschutz und Hygiene umgesetzt worden sind. Audits können in interne und externe Audits unterschieden werden.
Im Auditjahresplan ist beschrieben welche internen und externen Audits innerhalb eines Jahres in der Praxis durchgeführt werden.
Information und Ihr Trägermedium. Im Qualitätsmanagement wird zwischen Vorgabedokument und Nachweisdokument unterschieden.
Ausmaß, in dem geplante Ergebnisse erreicht werden. Wird mit einer Maßnahme ein geplantes Ziel erreicht, ist die Maßnahme effektiv.
Verhältnis zwischen dem erreichten Ergebnis und den eingesetzten Ressourcen. Von hoher Effizienz spricht man, wenn mit gegebenen Ressourcen ein maximaler Nutzen erreicht wird.
Erhebung der Wirkung von Maßnahmen. Eine beliebte Form der Evaluierung in Praxen ist die schriftliche Erhebung der Patientenzufriedenheit oder die Erfassung festgestellter Fehler und Schwachstellen.
Externe Audits finden in Praxen in der Regel als Zertifizierungsaudit durch einen Auditor einer Zertifizierungsstelle statt. Es wird geprüft, inwieweit festgelegte Anforderungen aus Qualitätsmanagement, Arbeitsschutz und Hygiene in der Praxis umgesetzt werden.
Interne Audits werden durch die Praxis selbst oder unter Zuhilfenahme eines Beraters durchgeführt, um zu prüfen, inwieweit festgelegte Anforderungen aus Qualitätsmanagement, Arbeitschutz und Hygiene in der Praxis umgesetzt werden.
Nachweisdokumente belegen, wie sich Abläufe in der Praxis zugetragen haben und welche Ergebnisse die Folge waren. Bekannte Nachweisdokumente sind Teilnahmebestätigungen nach Unterweisungen oder Schulungen, Prüfprotokolle oder Chargendokumentationen. Nachweisdokumente spielen im Zusammenhang mit der Rückverfolgbarkeit eine entscheidende Bedeutung.
Grad, indem bestimmte Merkmale festgelegte Anforderungen erfüllen. Merkmale können sein: Wartezeit, Patientenzufriedenheit, Reklamationen, usw.
Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken der Praxis mit dem Ziel, bestehende Strukturen und Abläufe kontinuierlich zu verbessern.
Übergeordnete Absicht und Ausrichtung einer Praxis. Die Qualitätspolitik wird vielfach in Form eines Praxisleitbilds dargestellt.
Ein angestrebter Zustand, der sich durch messbare Größen beschreiben lässt. Beliebte Qualitätsziele in Praxen sind z.B. die Reduzierung der Wartezeit, die Erhöhung der Patientenzufriedenheit, die Steigerung von individuellen Gesundheitsleistungen, usw.
Zuverlässigkeit. Gütekriterium, das die Genauigkeit eines Messwerts angibt. Um zuverlässige Messergebnisse zu erzielen, müssen die Messmittel der Praxis (z.B. Blutdruckmessgerät) regelmäßigen Prüfungen unterzogen werden.
Möglichkeit, einen Ablauf im Nachhinein nachvollziehen zu können. Besonderen Einfluss auf die Rückverfolgbarkeit hat die Dokumentation der Praxis (z.B. Dokumentation der Leistungserbringung am Patienten, Chargendokumentation bei der Sterilisation, Dokumentation der Kühlschranktemperatur bei der Lagerung kühlpflichtiger Medikamente). Die Rückverfolgbarkeit spielt insbesondere im Bereich der Forensik eine entscheidende Rolle.
Gültigkeit. Grad der Genauigkeit, mit dem ein Testverfahren das misst, was es messen soll. Der Begriff der Validität taucht häufig im Zusammenhang mit der Sterilisation von Medizinprodukten auf. Ein validiertes Aufbereitungsverfahren gewährleistet, dass unter Bestimmten Temperatur- und Druckbedingungen die Sterilisation erfolgreich abläuft.
Vorgabedokumente regeln, wie ein Ablauf in der Praxis stattzufinden hat. Zu den Vorgabedokumenten gehören Prozessbeschreibungen, Arbeitsanweisungen und auch der Hygieneplan.
Ausmaß, in dem Tätigkeiten verwirklicht und geplante Ergebnisse erreicht werden.
Das Zertifikat wird der Praxis im Anschluss an ein externes Audit ausgehändigt, wenn festgestellt wird, dass die Praxis die geltenden Anforderungen erfolgreich umgesetzt hat.
Die Zertifizierungsstelle wird von der Praxis beauftragt, das externe Audit durchzuführen und zu prüfen, inwieweit die geltenden Anforderungen umgesetzt sind. Bei erfolgreicher Begehung erhält die Praxis das Zertifikat. Bei der Auswahl der Zertifizierungsstelle sollte darauf geachtet werden, dass diese akkreditiert ist. Akkreditierte Zertifizierungsstellen sind u.a. TÜV, DEKRA, DQS.