Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

Was bedeutet dies konkret?

Szenario: Eine Mitarbeiterin sticht sich mit einer Nadel und infiziert sich mit Hepatitis C. Infolge des Nadelstichs ist die Mitarbeiterin zunächst krankgeschrieben und anschließend berufsunfähig. Die Nadelstichverletzung wird der Berufsgenossenschaft als Arbeitsunfall gemeldet.

Folge: Die Berufsgenossenschaft prüft die Umsetzung der Arbeitsschutz-Anforderungen in der Praxis und bittet den Praxisinhaber darzustellen, dass die Anforderungen an den Arbeitsschutz erfüllt sind. Unterweisungsnachweise, eine aktenkundige Gefährdungsbeurteilung und in Form von Betriebsanweisungen definierte Schutzmaßnahmen im Umgang mit spitzen und scharfen Gegenständen vorzulegen. Der Praxisinhaber beteuert, seine Mitarbeiterinnen immer wieder auf mögliche Gefahren aufmerksam gemacht zu haben, kann dies aber nicht nachweisen.

Ergebnis: Die BG fordert die angefallenen Kosten aus Diagnostik und Therapie sowie die angefallenen Rentenzahlungen vom Praxisinhaber zurück.

 

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